Fachinformationen

Verfahrensbeschreibung

Die Kunsttherapie verbindet psychotherapeutische Grundkonzepte verschiedener Schulen wie Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Verhaltenstherapie wie kognitive Verhaltenstherapie, personenzentrierte Psychotherapie (nach Rogers) mit den Mitteln und Medien der bildenden Künste und deren moderne Medien (Digitalfotografie und Video).

Die psychotherapeutischen Grundkonzepte werden kunsttherapeutisch spezifisch eingesetzt. Das Wahrnehmen und Handeln wird im therapeutischen Beziehungsgeschehen integriert und verwendet. Innerpsychische Prozesse und sensomotorische Handlungen bei der Entstehung und Betrachtung von Gestaltungen werden gleichermaßen genutzt. Indem die Gestaltung ein Gegenüber darstellt, können innerpsychische Prozesse ins Außen gebracht und betrachtet werden. Mit Hilfe der therapeutischen Beziehung können Konflikte oder Krisen betrachtet und verändert werden.

Die Besonderheit der Kunsttherapie liegt in der Nutzung von präverbaler, nonverbaler und prozeduraler Kommunikation und der Möglichkeit der Verbalisierung. Ein Probehandeln im Rahmen des geschützten Settings ermöglicht den Transfer in den Alltag. Bewusstsein, Erleben und Verhalten können so behutsam modifiziert werden, dass Lebens- und Alltagsbewältigung gelingt.